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Ratgeber Typ-2-Diabetes

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Typ2 Diabetes
Entstehung von Typ-2-Diabetes

Beim Typ-2-Diabetes liegt eine Stoffwechselstörung vor, bei der die Zellen nicht mehr auf das körpereigene Hormon Insulin reagieren. Die Betroffenen haben dadurch einen zu hohen Blutzuckerspiegel. Es gibt verschiedene Ursachen für die Entstehung, u. a. können Vererbung und Lebensführung Einfluss auf eine mögliche Erkrankung haben. So haben übergewichtige Menschen, die sich wenig bewegen, ein erhöhtes Risiko an Typ-2-Diabetes zu erkranken. Die erbliche Komponente nimmt bei Diabetes Typ 2 einen größeren Stellenwert ein als beim Typ-1-Diabetes. Eine genaue Begründung für die stärkere Vererbbarkeit bei Diabetes Typ 2 konnte bisher allerdings noch nicht gefunden werden.

Entstehung von Typ-2-Diabetes

Beim Typ-2-Diabetes liegt eine Störung des Kohlenhydratstoffwechsels vor: Aufgrund einer Resistenz der Körperzellen gegenüber dem Hormon Insulin und/oder einer Störung der Insulinausschüttung, kommt es zu einem überhöhten Blutzuckerspiegel. Die Ursachen dafür konnten bislang nicht gänzlich geklärt werden.

Die Gene spielen eine Rolle bei der Entstehung von Typ-2-Diabetes

Aufgrund von zahlreichen Studien wird eine erbliche Komponente bei der Entstehung des Typ-2-Diabetes angenommen. Insbesondere bei der Untersuchung von eineiigen Zwillingspaaren zeigte sich, dass die erblichen Faktoren beim Typ-2-Diabetes eine größere Rolle spielen als beim Diabetes Typ 1. Während der Bruder bzw. die Schwester eines Typ-1-Diabetikers ein Erkrankungsrisiko zwischen 30 % und 50 % hat, liegt dieser als Krankheitskonkordanz bezeichnete Wert bei Typ-2-Diabetes bei fast 90 %. Welche Gene an der Entstehung von Typ-2-Diabetes beteiligt sind, ist bisher nicht gänzlich erforscht.

Die Lebensweise hat einen Einfluss auf das Erkrankungsrisiko

Das Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken, wird von der Lebensweise beeinflusst. Ein Mensch, der übergewichtig oder adipös ist und sich wenig bewegt, hat ein deutlich höheres Diabetesrisiko als ein Mensch, der normalgewichtig und körperlich aktiv ist. Studien zeigten, dass es durch die Vermeidung dieser Faktoren vielfach gelingen kann, das Erkrankungsrisiko zu senken.

Psychische Faktoren, wie z. B. Stress oder akute Infektionserkrankungen können ebenfalls Auslöser für die Entstehung von Typ-2-Diabetes sein. Da es sich hierbei allerdings um Faktoren handelt, die relativ kurzweilig sind, sind sie als Ursache für die Entstehung von Typ-2-Diabetes nicht so relevant wie z. B. Ernährung und Bewegung, die eine dauerhafte Rolle im Leben jedes Menschen spielen.

Der Unterschied zu Diabetes Typ 1

Bei Typ-2-Diabetes wird, anders als beim Diabetes Typ 1, vom Körper immer noch Insulin produziert, die Zellen reagieren allerdings kaum oder gar nicht mehr auf das Insulin. Durch diese Insulinresistenz kann Glukose im Körper nicht mehr richtig verarbeitet werden und verbleibt im Blut. Die Zellen signalisieren dann einen Mangel an Glukose, der Körper produziert noch mehr Insulin und Betroffene haben einen dauerhaft erhöhten Blutzuckerspiegel. Da die Bauchspeicheldrüse durch diese Insulinresistenz gezwungen ist, immer mehr Insulin zu produzieren, kann es über einen längeren Zeitraum hinweg zu Schäden und schließlich zu einem Versagen der Bauchspeicheldrüse kommen. Die Tatsache, dass die Bauchspeicheldrüse beim Typ-2-Diabetes weiterhin arbeitet und Insulin produziert macht es schwer, diesen Typ Diabetes zu erkennen. Anders als beim Diabetes Typ 1, treten häufig lange Zeit keine Symptome auf, sodass der Typ-2-Diabetes in vielen Fällen unentdeckt bleibt.

04. Juni 2019
Eltern haben während der Schulzeit i. d. R. nicht mehr so stark die Möglichkeit, ihr Kind bei der Diabetestherapie zu unterstützen.
  
28. Mai 2019
Menschen mit Typ-2-Diabetes, die gleichzeitig übrgewichtig sind, haben ein erhöhtes Risiko für Fettstoffwechselstörungen.
  
23. Mai 2019
Menschen mit Diabetes haben ein erhöhtes Risiko für Osteoporose, u. a. weil bei ihnen häufig ein Vitamin-D-Mangel vorliegt.
  
30. April 2019
Zur Therapie von Typ-2-Diabetes können verschiedene Medikamente wie z. B. Sulfonylharnstoffe oder DPP-4-Hemmer zum Einsatz kommen.
  
17. April 2019
Eine vergetarische oder vegane Ernährung ist auch für Menschen mit Diabetes geeignet. Man sollte aber immer darauf achten, Mangelerscheinungen zu vermeiden.
  

Von Diabetes Typ 2 spricht man, wenn der Körper zwar Insulin produziert, die Zellen aber nicht auf dieses Hormon reagieren. Diese sog. Insulinresistenz führt zu einem dauerhaft erhöhten Blutzuckerspiegel. Obwohl vor allem ältere Menschen von Diabetes Typ 2 betroffen sind, besteht auch bei Kindern und Jugendlichen die Gefahr einer Erkrankung, vor allem wenn sie unter Übergewicht leiden. Da die Symptome der Erkrankung zu Beginn meist unauffällig sind, wird Diabetes Typ 2 oft erst spät entdeckt. Es ist, anders als beim Typ-1-Diabetes, möglich, durch eine gesunde Lebensführung positiv auf die Erkrankung einzuwirken.

Beim Typ-2-Diabetes liegt eine Stoffwechselstörung vor, bei der die Zellen nicht mehr auf das körpereigene Hormon Insulin reagieren. Die Betroffenen haben dadurch einen zu hohen Blutzuckerspiegel. Es gibt verschiedene Ursachen für die Entstehung, u. a. können Vererbung und Lebensführung Einfluss auf eine mögliche Erkrankung haben. So haben übergewichtige Menschen, die sich wenig bewegen, ein erhöhtes Risiko an Typ-2-Diabetes zu erkranken. Die erbliche Komponente nimmt bei Diabetes Typ 2 einen größeren Stellenwert ein als beim Typ-1-Diabetes. Eine genaue Begründung für die stärkere Vererbbarkeit bei Diabetes Typ 2 konnte bisher allerdings noch nicht gefunden werden.

Diagnose Typ2 Diabetes

Da Typ-2-Diabetes lange Zeit symptomlos verläuft und die dann auftretenden Symptome eher gering sind, bleibt diese Erkrankung in vielen Fällen lange unentdeckt. Man sollte daher auch auf unauffällige Symptome achten. Die Diagnose erfolgt bei Diabetes Typ 2 anhand einer Messung des Blutzuckergehalts und kann durch einen sog. oralen Glukosetoleranztest gesichert werden. Eine weitere Möglichkeit ist es, den Urin auf Spuren von Zucker oder Eiweiß zu kontrollieren. Da der Zucker- bzw. Eiweißgehalt im Urin aber sehr hoch sein muss, bevor man ihn erkennen kann, sollte diese Methode nicht als alleiniges Mittel zur Diagnose dienen.