Ratgeber Typ 2-Diabetes

Informationen für Betroffene und Angehörige

Diabetes Typ 2: Therapie

Die wichtigsten allgemeinen Ziele in der Behandlung von Typ 2-Diabetes sind Symptomfreiheit, Vermeidung akuter Komplikationen wie Hypoglykämie (Unterzuckerung) sowie Verhinderung von Langzeitfolgen wie diabetisches Fußsyndrom, diabetische Nephropathie oder diabetische Retinopathie. Durch diese therapeutischen Maßnahmen gelingt es in der Regel, die Lebensqualität des Patienten zu erhalten bzw. wiederherzustellen.

Nicht-medikamentöse Therapie

Zunächst wird versucht, mithilfe von nicht-medikamentösen Maßnahmen gegen die Erkrankung einzuschreiten. Insbesondere soll hierbei gegen bekannte vermeidbare Risikofaktoren vorgegangen werden. Mediziner setzen dabei z. B. eine individuell abgestimmte Ernährungstherapie ein. Durch diese veränderte Ernährungsweise soll die Aufnahme von (v. a. gesättigten) Fetten dauerhaft reduziert werden. Stattdessen wird eine ausgewogen, ballaststoffreiche Kost empfohlen. Übergewichtige Typ 2-Diabetiker sollten zudem allgemein ihr Körpergewicht reduzieren. Wichtig ist darüber hinaus ausreichend Bewegung. Alkohol sollte nur in Maßen genossen werden. Wer raucht, sollte das nach Möglichkeit ganz aufgeben.

Medikamentöse Behandlung

Reichen die Allgemeinmaßnahmen nicht aus, den Langzeitblutzuckerwert innerhalb eines Vierteljahres unter 7,0 % zu senken, können darüber hinaus Arzneimittel eingesetzt werden. Zu den sog. oralen Antidiabetika zählen u. a. Metformin sowie Glinide und Sulfonylharnstoffe. Metformin hemmt die Neubildung von Glukose in der Leber und fördert deren Aufnahme in das Fett- und Muskelgewebe. Glinide und Sulfonylharnstoffe stimulieren die Ausschüttung von Insulin. Eine weitere therapeutische Option stellt die Insulintherapie dar. Hierbei wird das Hormon Insulin direkt per Injektion verabreicht.

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