Ratgeber Typ 2-Diabetes

Informationen für Betroffene und Angehörige

Diabetes mellitus Typ 2

Unter der Bezeichnung Diabetes mellitus werden eine Reihe von Erkrankungen zusammengefasst, deren gemeinsames Charakteristikum ein überhöhter Blutzuckerspiegel ist. Je nachdem welche Ursache dieser sog. Hyperglykämie zugrunde liegt, werden verschiedene Diabetesformen unterschieden. Eine davon ist der Typ 2-Diabetes.

Beim Typ 2-Diabets liegt eine Insulinresistenz bzw. ein Insulinsekretionsdefekt vor

Beim Diabetes Typ 2 liegt – anders als beim Typ 1-Diabetes – kein Mangel an dem Hormon vor, das den Blutzuckerspiegel senkt. Dieses Hormon wird mit dem Namen Insulin bezeichnet, da es in einem bestimmten Bereich der Bauchspeicheldrüse – den Langerhansschen Inseln – produziert wird. Typ 2-Diabetiker leider an einer Insulinresistenz bzw. einem Insulinsekretionsdefekt: Der Körper produziert zwar noch Insulin, die Zellen reagieren jedoch weniger sensibel darauf bzw. das Hormon wird nicht in ausreichender Menge oder zu spät ausgeschüttet.

In Deutschland leben rund vier Millionen Diabetiker

Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) aus dem Jahr 2006 gibt es bundesweit rund vier Millionen Menschen, die an einer Form des Diabetes mellitus leiden. Die Mehrzahl – rund 80 bis 90 % – sind Typ 2-Diabetiker. Deutlich häufiger von einem Typ 2-Diabetes betroffen sind Menschen in einem höheren Lebensalter. Daher bekam die Erkrankung den Beinamen „Altersdiabetes“.

Jedoch tragen auch übergewichtige Kinder und Jugendliche ein erhöhtes Risiko, an Typ 2-Diabetes zu erkranken. Rund 400 junge Typ 2-Diabetiker sind bundesweit in ärztlicher Behandlung, gibt die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) im Jahr 2007 an. Die Experten der DDG schätzen die Dunkelziffer hoch ein, da im Frühstadium meist keine typischen Symptome auftreten. Sie gehen davon aus, dass rund 10 % der 330.000 Kinder und Jugendlichen mit Adipositas betroffen sind.

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